Verband der Privaten Hochschulen e.V.

Der Verband der Privaten Hochschulen e.V. (VPH) vertritt die Interessen der privaten Hochschulen in Deutschland. Er wurde 2004 gegründet und setzt sich für ein pluralistisches Hochschulsystem zum Wohle der Studierenden und der Gesellschaft ein. Er stellt die einzige Interessenvertretung der privaten Hochschulen in Deutschland dar.

24.02.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

SRH-Programm „Teil dein Glück“ fördert mehr als 100 Projekte

Die SRH möchte dazu beitragen, dass mehr Menschen sich dazu bereit erklären, ehrenamtlich gemeinnützig tätig zu werden und fördert aus diesem Grund rund 100 Projekte mit je 1.000 Euro als finanziellen Zuschuss.
Ein vorbildliches Beispiel für eine solche Förderwürdigkeit ist Prof. Dr. Hugues Blaise Feret Pokos, aus dem Fachbereich Sozialwissenschaft an der SRH Hochschule Hamm. Er hat als Vorsitzender des Vereins Pona Bolamu e.V., ein Förderverein für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika, ein Hilfsprojekt für eine stark benachteiligte Region in der Demokratischen Republik Kongo ins Leben gerufen. Für dieses Engagement wurde Pokos´ Projekt vom SRH-Programm „Teil dein Glück“ mit einer Zuwendung von 1.000 Euro belohnt.
Das Projekt hilft Eltern wie Kindern gleichermaßen. Während für die Eltern eine Erwerbsquelle aus landwirtschaftlichem Einkommen geschaffen werden soll, soll gleichzeitig für die Kinder eine Schule aufgebaut werden. In seinem „integrativen Schul- und Landwirtschaftsprojekt“ für Eltern und Kinder möchte Herr Prof. Dr. Feret Pokos einerseits das Problem der Arbeits- und Mittellosigkeit vieler Eltern in der Region in der Nähe von Kinshasa im Südwesten des Kongos in Angriff nehmen. Viele Eltern und vor allem Frauen in dieser Region sind ehemalige Arbeiter aus staatlichen landwirtschaftlichen Produktionseinheiten, die mittlerweile nicht nur veraltet sondern auch außer Betrieb sind. Es fehlt einem Großteil der Bevölkerung an einer Einnahmequelle. Durch die Ausbildung und Unterstützung in allen wichtigen Themen der Landwirtschaft soll ihnen geholfen werden, sich möglichst eine eigene Einkommensquelle zu verschaffen. Damit auch die Kinder in der Region eine Chance auf eine gute schulische Grundausbildung bekommen, soll anderseits im Rahmen des Projekts auch ein ehemaliges Schulgebäude wieder auf Vordermann gebracht und in Betrieb genommen werden. Das Landwirtschaftsprojekt mit Beteiligung der Eltern soll somit die finanziellen Defizite der Eltern kompensieren und die Kosten für die Schule abdecken. Teil des Projekts ist dabei, neben der Renovierung des Schulgebäudes, auch die Akquise von geeignetem Lehrpersonal und die dauerhafte Sicherstellung der Schulstunden.

Prof. Dr. Hugues Blaise Feret Pokos (Bild) war schon des Öfteren in der Region im Kongo, um vor Ort benachteiligten Kindern und Erwachsenen zu helfen.

18.02.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

15 Jahre SRH Hochschule Hamm – Interview mit Rektor Prof. Dr. Lars Meierling

Prof Meierling, Sie sind erst seit 3 Jahren an der SRH Hochschule Hamm. Können Sie dennoch die letzten 15 Jahre der Hochschule am Standort Hamm skizzieren?
„Als erste Logistik-Hochschule haben wir lange Zeit den Fokus auf Logistik- und Wirtschaftsstudiengänge gelegt. Inzwischen sind wir eine Hochschule, die auch in Bereichen des Sozialwesens und der Psychologie etabliert ist und die mit internationalen Studienangeboten auf den Bedarf global agierender Firmen nach Fachkräften in den Bereichen Logistik, Management und Engineering ausgerichtet ist.“

Was macht die SRH in Ihren Augen besonders?
„Nicht nur in meinen Augen, sondern vor allem in der Betrachtung unserer Studierenden macht uns das CORE-Prinzip sicher einzigartig. Wir haben dadurch hier in Nordrhein-Westfalen eine Alleinstellung. Wir sind die einzige Hochschule, die nach diesem Prinzip lehrt, das Kompetenzorientierung auf Basis eines wissenschaftlich ausgearbeiteten Prinzips in den Fokus der Lehre stellt. Die Akzeptanz unserer Studierenden und unserer Praxis- und Industriepartner ist diesbezüglich sehr hoch.“

Der ein oder andere hat sicher schon von diesem Prinzip gehört, aber ganz kurz für die, die dieses Prinzip noch nicht kennen: Was ist das?
„Das CORE-Prinzip wurde von unserer Hochschule in Heidelberg entwickelt. Dabei geht es darum, beim Studium Kompetenzen in den Vordergrund zu stellen, die heute in der Arbeitswelt benötigt werden. Unsere Studierenden erlernen heute Kompetenzen und Methoden, um im Team arbeiten zu können, andere Menschen zu motivieren und um Wissen sinnvoll anzuwenden. Wissen ist heute nicht mehr exklusiv, denn Wissen kann nahezu an jedem Ort beliebig schnell abgerufen werden. Uns geht es weniger um die reine Wissensvermittlung, sondern primär um die Aneignung von Kompetenzen.“

Wie würden Sie die letzten drei Jahre an der SRH Hamm beschreiben, seitdem Sie als Rektor verantwortlich sind?
„Als ich hier ankam, fand ich ein sehr gutes Team, eine sehr gute Infrastruktur und ein modernes Gebäude vor. Allerdings hatten wir wie viele private Hochschulen die Aufgabe zu lösen, in einigen Bereichen die Marktfähigkeit unserer Studienangebote wieder zu erhöhen. Es fehlte z. B. die internationale Ausrichtung der Hochschule, ausländische Studierende gab es kaum. Hier haben wir gemeinsam den ersten Hebel angesetzt, um dies zu ändern. Dann waren wir selber ein wenig überrascht, wie schnell unsere erst 2017 begonnene Internationalisierungsstrategie zu einem so hohen Interesse aus verschiedenen Ländern gesorgt hat. Heute studieren Menschen aus 20 Nationen an unserer Hochschule, insgesamt kommt jeder Dritte unserer Studierenden aus dem Ausland - Tendenz steigend. Mit unserem Integrationsmodell ALLSTAY4.0 (ARRIVE, LEARN, LIVE, STAY) stellen wir sicher, dass unseren Gästen aus dem Ausland nicht nur das Ankommen und eine gute Lehre ermöglicht wird, sondern unterstützen sie ebenso bei der Integration in das soziale und ökonomische Umfeld und ermöglichen damit frühzeitig, dass viele unserer Studierenden in der Region bleiben können. Neben der Internationalisierung war die Hauptaufgabe, auch programmatisch Weiterentwicklungen zu realisieren. Das ist unserer Hochschule, z. B. mit dem Studiengang Psychologie oder dem ersten Engineering-Studiengang gut gelungen.“

Jeder weiß, dass eine private Hochschule oft viel Geld kostet. Warum sind Sie von dieser Art Hochschule überzeugt?
„Inzwischen ist mehr als jede vierte Hochschule in Deutschland privat getragen. Über 280.000 Menschen studieren an einer privaten Hochschule, das entspricht rund 8% aller Studierenden und 17% der an Fachhochschulen Studierenden. Damit sind private Hochschulen wesentlicher Bestandteil des deutschen Hochschulsystems. Private Hochschulen führen im Sinne der Bildungsgerechtigkeit und Akademisierung der Gesellschaft sowie zur Unterstützung des „Lebenslangen Lernens“ und der Behebung des Fachkräftemangels vor allem durch viele berufsbegleitende, duale, Teilzeit- und Fernhochschul-Studiengänge Menschen an das tertiäre Bildungssystem heran, die sonst vermutlich nie ein Studium begonnen hätten. Im Übrigen entlasten die privaten Hochschulen den Staat. Wir bekommen keinerlei Mittel von Bund oder Land.“

Nun, Prof. Meierling, es ist klar, dass Sie vom Konzept privater Hochschulen überzeugt sind, aber wie sieht es mit der Akzeptanz privater Hochschulen in der Bevölkerung aus?
„Es ist durchaus herausfordernd für uns, trotz der oben genannten Argumente die Vorbehalte einiger Menschen gegen privatwirtschaftliche Aktivitäten – auch im Bildungsbereich – zu verringern. Hier gibt es viele Parallelen zu anderen Wirtschaftsbereichen, auch wenn eigentlich für den Bildungsbereich dadurch andere Voraussetzungen bestehen, dass es sich bei einer privaten Hochschule um eine rein freiwillige Option handelt, die den Staat finanziell entlastet. Nur wenn wir Dinge besser machen als staatliche Hochschulen, haben wir eine Existenzberechtigung. Ansonsten würden unsere Studierende die kostenfreien Angebote staatlicher Hochschulen annehmen.“

Wie ist denn der aktuelle Status der SRH Hochschule in Hamm?
„Ich möchte nicht verschweigen, dass die Hochschule hier in Hamm in den vergangenen Jahren die eine oder andere schwierige Herausforderung zu bewältigen hatte: Diese Hürden haben wir jedoch genommen, u.a. indem wir entsprechende Studienangebote entwickelt haben, die sehr stark nachgefragt sind. Das gilt u.a. für den Bereich der Sozialwissenschaften mit zukunftsfähigen Studienangeboten in den Studiengängen „Soziale Arbeit“ und „Psychologie“, aber auch im Bereich der Logistik, vor allem auch im internationalen Kontext. Wir sind inzwischen auch ohne jegliche staatliche oder sonstige Zuschüsse wieder profitabel und in der Lage, aus eigener Kraft in unsere Zukunft zu reinvestieren. Dies setzen wir um und werden in 2020 insgesamt annährend 1000 Studierende an der Hochschule immatrikuliert haben. Wir hoffen, die guten Anmeldezahlen des Vorjahres nochmals übertreffen zu können. Im Bereich unserer Forschung entwickeln wir aktuell zum Beispiel gemeinsam mit Mercedes in Düsseldorf ein logistisches Konzept im Bereich wasserstoff-angetriebener Fahrzeuge. Die Logistik-Kompetenz der Hochschule wird bei unseren Industriepartnern geschätzt. Aufgrund der erfolgreichen Reorganisation und der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Hochschule in Hamm hat der SRH-Vorstand unsere Hochschulgesellschaft mit der gesamten Hochschulentwicklung in Nordrhein-Westfalen beauftragt. Wir werden einen Studienort im Rheinland eröffnen, als Start für die verstärkte Entwicklung der SRH in Nordrhein-Westfalen.“

Welche Botschaft haben Sie zum Schluss?
„Ich möchte hier klarstellen, dass der Standort Hamm erhalten bleibt, weil uns hier viel Gutes gelungen ist und gelingen wird. Durch unsere Hochschule tragen wir dazu bei, dass das Gelände am Bahnhof durch unsere Studierenden positiv geprägt wird. Die Tatsache, dass in 2018 und 2019 rund 250 Studierende aus dem Ausland nach Hamm gekommen sind, wovon ein sehr großer Teil auch in Hamm wohnt und lebt, bietet für die Stadt Hamm und die regionale Wirtschaft große Chancen. Insofern werden wir weiterhin versuchen, eine maximale Offenheit für die enormen Chancen in Hamm zu erzielen, die sich aus aktuell positiven Entwicklung unserer Hochschule ergibt.“

17.02.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

Unterstützung für talentierte Studierende - Vier Deutschland-Stipendien für SRH-Studierende vergeben

Die Stipendiaten, die Stipendiengeber und die Mitglieder des Auswahlkomitees.

Am 12.02.2020 wurden an der SRH Hochschule Hamm vier Deutschland-Stipendien, darunter erstmalig auch ein Stipendium im Rahmen des ALLStay-Projekts, zum Wintersemester 2019/2020 vergeben. Im Zuge einer kleinen Feier erhielten die Stipendiaten ihre offiziellen Urkunden.
Nele Schlautmann, Studierende des Bachelor-Studiengangs ‚Arbeits- und Organisationspsychologie‘, wird von der Volksbank Hamm/Dortmund gefördert. Ferdane Konak, Studierende des Bachelor-Studiengangs ‚Soziale Arbeit‘, wird von der Sparkasse Hamm unterstützt, Lorina Blome, ebenfalls Studierende des Studiengangs ‚Soziale Arbeit‘, erhält die Zuwendung vom ERANUS e.V. In diesem Jahr wurde erstmalig auch ein Deutschland-Stipendium im Rahmen des ALLStay-Projekts der Hochschule vergeben, hier übernahm die SRH Holding die Förderung. Mit diesem Stipendium wird Aditya Vernekar, Studierender des internationalen Masterstudiengangs ‚Supply Chain Management‘, unterstützt.
Bevor die Stipendiaten die Zusage für die Förderung erhalten haben, mussten sie sich vor einer ausgewählten Fachjury präsentieren. Im Mittelpunkt der Bewertung stand die Motivation der jungen Bewerberinnen und Bewerber. Sie sollten erläutern, warum gerade sie ein Stipendium erhalten sollten. Die Jury bewertete die Auftritte der Kandidaten und Kandidatinnen und entschied sich schließlich für die überzeugendsten Motivationsvorträge. „In diesem Jahr haben wir mit dem Stipendium im Rahmen des ALLStay-Projekts erstmalig ein Stipendium für unsere internationalen Studiengänge geschaffen. Es war spannend zu hören, welche Pläne die Studierenden nach Ihrem Abschluss in Deutschland haben und wie gut sie teilweise schon Deutsch sprechen können.“, beschrieb Prof. Dr. Arno Lammerts, Leiter des International Office und Jury Mitglied für das „ALLStay-Stipendium“, seine Erfahrung am Auswahltag.
Im Rahmen des Deutschland-Stipendiums erhalten die Stipendiaten eine monatliche Förderung in Höhe von 300 Euro. Das Deutschland-Stipendium wird zu einem Teil vom Bund und zu einem Teil von Förderern getragen und dient der finanziellen Entlastung der Studierenden, damit diese sich bestmöglich auf ihr Studium konzertieren können. Auch für die verschiedenen Förderer ist das Deutschland-Stipendium und somit die Förderung von engagierten Studierenden eine wichtige Aufgabe: „Wir wollen besonders motivierten Studieninteressierten durch die Aussicht auf eine finanzielle Förderung die Entscheidung für ein Studium in Hamm erleichtern“, sagte Frank Selberg, Vertreter des Vorstandes der Sparkasse Hamm. Die Sparkasse und auch die anderen Stipendiengeber wollen so dazu beitragen, dass soziale Herkunft und finanzielle Lage kein Hinderungsgrund für ein Studium in Hamm sein sollen.
Die SRH Hochschule Hamm wird auch im kommenden Jahr Deutschland-Stipendien vergeben. Weitere Informationen erhalten Sie zeitnah auf der Website www.fh-hamm.de.

06.02.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

Hammer Studierende belegen vordere Plätze bei Heidelberger Gründerwettbewerb

Bei einem Gründerwettbewerb des SRH-Gründer-Instituts in Heidelberg belegten Studierende der SRH Hochschule Hamm gleich zwei vordere Plätze. Aus mehreren Hochschulen des SRH-Verbundes waren Gründer-Teams nach Heidelberg gereist, um ihre Ideen vor einer fachkundigen Jury des renommierten SRH-Gründer-Instituts und knapp 300 Besuchern zu „pitchen“. Drei Teams von der SRH Hochschule Hamm, die beim Gründungswettbewerb an der Hammer Hochschule bereits auf den ersten Plätzen überzeugen konnten, waren für den Wettbewerb nach Heidelberg gereist. Für die Hammer Studierenden gab es in Heidelberg für die Idee einer innovativen Camping-Pfanne für Wanderer den zweiten Platz. Auch der dritte Platz ging nach Hamm für die Idee eines „Keyless Doorlock-Systems“, welches moderne Gesichtserkennung für Gebäudesicherheit nutzt.
Die erfolgreichen Hammer Studierenden haben bei einem Gründer-Workshop an der SRH Hochschule Hamm bereits viele wichtige Grundlagen zum Thema Gründung bekommen. Vom Heidelberger Gründer-Institut reiste Felix Kirschstein für die insgesamt vier Workshop-Veranstaltungen regelmäßig an die SRH Hochschule in Hamm, um den Studierenden die wichtigsten Elemente des Gründungsprozesses nahe zu bringen. Neben wichtigen wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen stand dabei auch die Weiterentwicklung der persönlichen Kompetenzen im Vordergrund. Auch einen richtigen „Pitch“ ihrer Ideen konnten die SRH-Studierenden so schon einmal durchführen. In Heidelberg konnten sich die Hammer Studierenden nun zusätzlich mit vielen anderen Gründern und potentiellen Investoren austauschen, Fragen stellen und Erfahrungen weitergeben – viele Visitenkarten wechselten an diesem Tag den Besitzer. „Es war eine wirklich besondere Erfahrung für uns, sich mit so vielen Experten im Bereich Gründung austauschen zu dürfen. Dass wir für unsere Start up-Idee auch noch mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurden ist ein absolutes Highlight!“, beschreibt Niraj Javkar, Student im Masterstudiengang Supply Chain Management, seine Erfahrungen aus Heidelberg.

Die Studierenden der SRH Hochschule Hamm wurden beim Gründerwettbewerb in Heidelberg mit den Plätzen zwei und drei ausgezeichnet.

04.02.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

SRH Hochschule Hamm erforscht Einsatz von Wasserstoff

Die SRH Hochschule in Hamm stärkt weiter ihre Vorreiterrolle bei der Erforschung von logistischen Lösungen im Bereich klimafreundlicher Mobilität. Immer mehr Großunternehmen haben erkannt, wie wichtig logistische Aspekte bei der technischen Entwicklung sind und greifen auf die langjährige Kompetenz der SRH Hamm in diesem Bereich zurück.
Das Automobil-Werk in Düsseldorf untersucht in seinem von der SRH Hochschule Hamm begleiteten Forschungsprojekt „Mercedes-Benz Werk Goes Green“ den Einsatz von Brennstoffzellen-Gabelstaplern über einen längeren Zeitraum. Nach dem Abschluss der ersten Phase geht es nun in der auf 2,5 Jahren ausgerichteten 2. Phase des Projekts darum, den Einsatz der wasserstoffbetriebenen emissionsfreien Stapler, die vornehmlich in geschlossenen Räumen eingesetzt werden, auf Wirtschaftlichkeit und eine positive Umweltbilanz hin zu erforschen. Die Hochschule hat für dieses Projekt einen wissenschaftlichen Forschungsmitarbeiter eingestellt, um den Wissens- und Erkenntnistransfer mit dem Projektpartner zu übernehmen und um über Forschungsverlauf und -fortschritte zu informieren.
„Wir freuen uns sehr, dass der Automobilhersteller den Weg weiter mit uns geht und so das Thema Wasserstoffmobilität in der politischen Diskussion forciert“, sagte der am Projekt federführend beteiligte Dekan für den Fachbereich Technik und Wirtschaft, Prof. Dr. Claus Wilke. Der größte Hemmschuh für derartig zukunftsweisende Technologien sei die Investition in die dafür notwendige Infrastruktur. Bei in sich geschlossenen Systemen wie zum Beispiel der Intralogistik von Unternehmen biete sich der Einsatz daher am ehesten an. „Hier können die Erfahrungen gesammelt werden, die für den weiteren Ausbau nützlich sind. Durch die Begleitforschung leistet hier die SRH Hamm im Rahmen ihrer logistischen und energiewirtschaftlichen Kompetenzen einen wertvollen Beitrag.“ so Prof. Wilke weiter. Die ersten Ergebnisse stimmten positiv, dass die Brennstoffzellen-Technologie zukünftig auch für intralogistische Anwendungen einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Ressourcen und Umwelt leisten und sich dabei gleichzeitig auch wirtschaftlich gut darstellen lassen könne.
Die SRH Hochschule Hamm wies ihre Expertise bei der Entwicklung klimaschonender Logistik-Konzepte bereits in verschiedenen Forschungsprojekten nach. So konnten zum Beispiel in einer aktuellen Studie zur innerstädtischen Elektromobilität (ICEM - Intracity E-Mobility) nachgewiesen werden, dass der überwiegende Teil des täglichen Lieferaufkommens im innenstädtischen Bereich durch den Aufbau von mehreren dezentralen sogenannten Micro-Hubs und durch elektrisch angetriebene Lastenfahrräder und Elektrolastwagen realisiert werden kann.

27.01.2020Verband der Privaten Hochschulen e.V.

Verbandsvorstand Peter Thuy: „Wir nehmen staatlichen Anbietern nichts weg“

Kunden privater Hochschulen investieren pro Jahr etwa 1,25 Milliarden Euro in ihre Qualifizierung. Peter Thuy erklärt, warum er weiter steigende Studentenzahlen erwartet.

Berlin. Peter Thuy ist im Vorstand des Verbands der Privaten Hochschulen – und Rektor der IUBH, die an 17 Standorten insgesamt 27.000 Studenten unterrichtet.

Herr Thuy, was ist der Hauptgrund für den Boom der privaten Hochschulen?
Es gibt heute deutlich mehr Anbieter, und wir machen flexible Angebote, die die staatlichen kaum bieten: in Teilzeit, berufsbegleitend und dual. Wir nehmen den staatlichen Anbietern aber nichts weg, wir vergrößern den Markt.

Werden Sie auch künftig zulegen?
Einige Jahre wird es auf jeden Fall weiter nach oben gehen – auch weil wir neue Formate erschließen, vor allem Fernstudiengänge ohne Präsenz und berufsbegleitend. Und weil wir viele Menschen aus Nicht-Akademiker-Familien anziehen – da gibt es noch erheblichen Nachholbedarf.

Können sich Menschen heute eine Privathochschule eher leisten?
Ja und nein. Es gibt natürlich mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, die die Beiträge zahlen können. Zudem ist aber das Bewusstsein für den Wert von Qualifizierung gewachsen.

Dämpft ein Abschwung Ihr Geschäft?
In den USA oder Australien legen Private im Abschwung sogar zu: Wenn die Wirtschaft brummt, wollen die Menschen Geld verdienen – gibt es weniger Arbeit, ist Zeit für Bildung. Ein australischer Kollege hat mir berichtet, er könne an den Einschreibezahlen genau ablesen, wie die Kohleindustrie dort läuft. Bei uns ist der Effekt wegen des stabileren Arbeitsmarktes natürlich nicht so stark.

Wie viel ersparen Sie dem Staat?
Der staatliche Hochschulpakt bewertet einen Studienplatz mit 26.000 Euro. Wenn Sie bei uns Durchschnittsgebühren von 5000 Euro im Jahr zugrunde legen, ergibt sich eine Summe von 1,25 Milliarden Euro, die heute unsere Kunden selbst aufbringen.

Sparen Sie am Personal? In Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften haben Sie pro Dozent 47 Studenten – bei den staatlichen sind es nur 27. Das liegt daran, dass wir fast keinen Mittelbau, sondern fast ausschließlich Professoren einsetzen – mit entsprechend höherer Qualität. Und an unseren vielen Fernstudenten.

Was wünschen Sie sich vom Staat?
Wir wären natürlich gern Teil des Hochschulpakts – und möchten fairen Wettbewerb: Wir müssen uns institutionell akkreditieren – staatlichen Anbietern ist die Qualität offenbar „staatsgegeben“.

13.01.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

Studierende der SRH Hochschule Hamm belegen bei Gründerwettbewerb Spitzenplätze

An der SRH Hochschule Hamm setzen  Studierende Ideen für Startups in die Realität um. In dieser Woche  stellten die Studierenden ihre Startup-Ideen vor einer fachkundigen Jury im Rahmen eines sogenannten „Pitch“ vor. Die Siegeridee war die Entwicklung eines innovativen Wärmetauschers für pharmazeutische Anwendungen. Platz zwei ging an ein neues Kochgerät für Wanderer und der dritte Platz ging an ein Baukastensystem für Gebäudesicherheit mit moderner Gesichtserkennung.
Das Thema „Gründung“ wird im SRH-Verbund seit längerer Zeit groß geschrieben. Schon vor knapp 10 Jahren wurde in Heidelberg ein eigenes SRH-Gründerinstitut eingerichtet, in dessen großzügigen Räumlichkeiten heute Studierende ihre eigenen Startups entwickeln können und bei der Gründung aktiv unterstützt werden. Hieraus resultierten bereits verschiedene erfolgreiche Gründungen.
An dem aktuellen Wettbewerb nahmen in diesem Jahr deutsche und ausländische Studierende teil. Mit kompetenter Unterstützung des SRH-Gründerinstituts wurden als Basis für die Entwicklung und Vorstellung der Geschäftsideen wichtige wirtschaftliche Grundlagen rund um die Unternehmensgründung vermittelt. Zum anderen standen auch die Weiterentwicklung der persönlichen Kompetenzen sowie die für erfolgreiche Gründungen immer wichtiger werdenden internationalen Aspekte im Vordergrund.
Dr. Joseph Dörmann und Mareike Seitz von der SRH freuten sich stellvertretend für alle Jurymitglieder -unter anderem der  Wirtschaftsförderung Hamm und dem SRH-Gründerinstitut- über den gelungenen Start des Wettbewerbs:
 „Wir sind begeistert, dass so viele erfolgversprechende Geschäftsideen präsentiert wurden und dass das Thema gerade von unseren internationalen Studierenden so gut angenommen wurde. Das zeigt, wie engagiert diese Studierenden dabei sind, sich eine mögliche Zukunft in Deutschland auch dadurch aufzubauen, dass sie Geschäftsideen für den deutschen Markt entwickeln und umsetzen wollen.“, resümierte Dr. Joseph Dörmann über den erfolgreichen Wettbewerb.