„In Abschlussprüfungen freue ich mich, wenn ich sehe, was aus ihnen geworden ist“

FOM Frankfurt

WIE STUDIERENDE AN DER EUFOM BUSINESS SCHOOL LERNEN, ÜBER SICH SELBST HINAUSZUWACHSEN

Wie Studierende an der eufom Business School in Frankfurt lernen.

Das Studium an einer privaten Hochschule wird häufig mit hohen Kosten und elitärem Denken in Verbindung gebracht. Tatsächlich sieht die Realität vielfach anders aus. Private Hochschulen wie die eufom, die Business School der FOM Hochschule, bilden junge Menschen in kleinen Gruppen auf hohem akademischem Niveau aus und ermöglichen ihnen so einen optimalen Start ins Berufsleben. Prof. Dr. Frank P. Schulte lehrt an der eufom Business School u.a. Differentielle und Pädagogische Psychologie und hat zahlreiche Studierende bis zur Abschlussprüfung betreut. Im Interview spricht der Professor für Pädagogik und Hochschuldidaktik über seine Erfahrungen mit Studierenden, über die Anforderungen des Arbeitsmarktes an Bachelor-Absolventen und darüber, welche Kompetenzen heute in der Arbeitswelt gefragt sind. 

Herr Prof. Schulte, worin unterscheidet sich das eufom Studium von einem klassischen BWL-Studium an einer staatlichen Hochschule?
Frank P. Schulte: In erster Linie durch den hohen Grad des Theorie-Praxis-Transfers! Die eufom gehört ja zur FOM Hochschule, an der Berufstätige und Auszubildende parallel zum Job studieren. Daher spielt auch im Vollzeitstudium an der eufom die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Theorie mit der Berufspraxis eine große Rolle – das spiegelt auch die Lehre an der eufom wider, u.a. durch einen ausgewogenen Mix aus hauptberuflichen Professorinnen und Professoren sowie Lehrbeauftragten, die ihre Erfahrungen aus der Wirtschaft mit in den Hörsaal bringen. Hinzu kommt, dass wir an der eufom besonderen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung unserer Studierenden legen. Unser Konzept sieht vor, dass sie nicht nur Fachwissen erlangen und wissenschaftliche Methoden kennenlernen, sondern dass sie darüber hinaus auch konsequent angeleitet werden, soziale und persönliche Kompetenzen weiterzuentwickeln. Auf diese Weise sind sie mit ihrem Bachelor-Abschluss gut vorbereitet für den Arbeitsmarkt.

Welche Anforderungen stellt der Arbeitsmarkt denn heute an Bachelor-Absolventen?
Frank P. Schulte: Abseits des Fachwissens ist eine lösungsorientierte Denkweise enorm wichtig. Anders als früher wird von Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen mittlerweile erwartet, dass sie sehr schnell in ihre Aufgaben hineinwachsen – schließlich gilt der Bachelor als berufsqualifizierender Abschluss. Sie müssen also zeigen, dass sie betrieblichen Fragestellungen mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise begegnen und Dinge voranbringen können. Dies lernen sie an der eufom. Und dabei ist nicht nur das Können wichtig, sondern auch der Wille und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. 

Wie erleben Sie die Studierenden und deren Entwicklung während des Studiums?
Frank P. Schulte: An der eufom lehre ich in verschiedenen Semestern, andererseits bin ich häufig in mündlichen Abschlussprüfungen als Gutachter im Einsatz. Viele von den Studierenden, die ich zu Beginn ihres Studiums kennenlerne, erlebe ich also in einer anspruchsvollen Prüfungssituation wieder. Dabei stelle ich fest, dass sie sich von Schülerinnen und Schülern zu echten Macherinnen und Machern entwickelt haben. Sie zeigen Sicherheit in der Anwendung von fachlichem und methodischem Know-how, aber auch eine unglaubliche Weiterentwicklung ihrer ganzen Persönlichkeit. Viele Absolventinnen und Absolventen haben relativ klare Vorstellungen und können sich selbst ziemlich gut einschätzen. Eigene Stärken und Schwächen zu kennen und damit souverän umgehen zu können ist ein weiterer wichtiger Baustein für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Welche Anforderungen stellen Sie als Professor an Ihre Studierenden?
Frank P. Schulte: Vor allem erwarte ich eine grundsätzliche Bereitschaft zur Veränderung. In der Regel sind es ja sehr junge Menschen, die zum Studium an die eufom kommen. Sie sind noch nicht besonders eingefahren in ihren Ansichten, müssen aber dennoch schnell lernen, dass Hochschule anders funktioniert als Schule, dass sie eine Bringschuld haben. Diese Entwicklung geschieht in den ersten beiden Semestern, ein Stück weit müssen wir Dozenten sie dabei an die Hand nehmen und ihnen Tipps und Hinweise geben. Manchmal ist es dabei auch ratsam, sie zu stören, ihre Gedanken aufzurütteln. Aber vor allem müssen wir sie begeistern und sie müssen sich begeistern lassen. Denn ein Studium ist Erwachsenenbildung und erfordert erwachsene Herangehens- und Handlungsweisen.

Worüber freuen Sie sich im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit als Professor?
Frank P. Schulte: Ich empfinde es als besonders, junge Menschen eine Zeitlang zu begleiten und sie in ihrer Veränderung zu unterstützen. Die Statistik-Ausbildung ist eine gute Grundlage für ein Beispiel: Viele Studierende kommen mit Angst in die ersten Vorlesungen und gehen am Ende des Semesters mit Respekt, aber auch mit ganz neuem Selbstbewusstsein wieder heraus. Ebenso spannend ist es zu erleben, wie sich die Studierenden untereinander in die Pflicht nehmen und sich gegenseitig motivieren. Das funktioniert in kleinen Gruppen hervorragend. Am meisten aber freue ich mich, wenn ich in Abschlussprüfungen sehe, was aus ihnen geworden ist.

Herr Professor Schulte, vielen Dank für das Gespräch!