Führungswechsel bei HSD-Forschungszentrum

HSD Hochschule Doepfer

Das HSD-Forschungszentrum hat eine neue Leitung. Prof. Dr. Ulrich Frick, der das Forschungszentrum auf- und ausgebaut hat, übergab das Ruder Anfang März an Prof. Dr. Katrin Rakoczy.

Als Gründungsdekan des Fachbereichs Psychologie an der HSD Hochschule Döpfer war Prof. Dr. Ulrich Frick seit 2013 maßgeblich an der Konzeption, der Akkreditierung sowie dem Aufbau zunächst des Bachelor-Studiengangs Psychologie (damals: Angewandte Psychologie) und später auch des Master-Studiengangs beteiligt. Ab dem Wintersemester 2016/ 2017 arbeitete er am Auf- und Ausbau eines interdisziplinären Forschungszentrums. Prof. Dr. Frick, der seitdem die Forschungsarbeit an der HSD entscheidend mitgeprägt hat, verlässt die Hochschule jedoch nicht. Als Senior Scientist in Teilzeit wird er weiterhin an laufenden Forschungsprojekten mitarbeiten und mit seinem umfassenden Know-how und seiner Erfahrung als Berater zur Verfügung stehen.

Prof. Dr. Katrin Rakoczy ist seit dem Wintersemester 2015/ 2016 Professorin für Pädagogische Psychologie an der HSD. Von Herbst 2016 bis Frühjahr 2020 war sie Studiendekanin im Studiengang B.Sc. Psychologie. Mit Wirkung zum 1. März 2021 tritt Katrin Rakoczy die Nachfolge von Ulrich Frick als Leiterin des HSD-Forschungszentrums an.

Forschung mit klarem Anwendungsbezug

Als eigenständige Organisationseinheit innerhalb der HSD behandelt das Forschungszentrum gesundheitswissenschaftliche und psychologische Fragestellungen jeweils mit einem klaren Anwendungsbezug.

Die Ergebnisse dienen verschiedenen Institutionen der öffentlichen Hand zur Beratung oder siedeln sich in ausgeschriebenen Schwerpunkten zur Forschungsförderung des Bundes an. Es werden aber auch zur Förderung der Durchlässigkeit zwischen den Fachbereichen der Hochschule und zur weiteren Profilbildung aus Eigenmitteln Forschungsvorhaben initiiert und zum Abschluss gebracht. Studierende werden nach Möglichkeit, zum Beispiel im Rahmen von Abschlussarbeiten, in die Forschungsarbeit mit einbezogen und erleben so ganz praktisch den Wert angewandter Forschung für die weitere Ausgestaltung der eigenen Berufspraxis.

Vielfältige Projekte

Neben Aufträgen der öffentlichen Hand oder Kooperationsprojekten werden auch eigene Projekte beforscht. Die Anwendungsbereiche können dabei sehr unterschiedlich sein. So werden im Projekt „Ma-Ma-Märchenprinz“ etwa die Folgen des kulturellen Rückgangs in Deutschland während des COVID 19-Lockdowns erforscht. Anhand einer Gruppe von 828 Teilnehmer*innen war es Ziel des Projekts, die Auswirkungen des Stillstands jedes öffentlichen kulturellen Lebens in dieser Zeit aufzuzeigen. Der Ausschluss vom kulturellen Leben erwies sich dabei für kulturaffine Menschen als Risikofaktor für das Wohlbefinden unabhängig von soziodemografischen Charakteristiken, der Lebenssituation oder dem Gesundheitszustand.

Ziel der aktuellen #stayhealthy-Studie ist es zudem, Schutzfaktoren zu identifizieren, die es den Menschen ermöglichen, die COVID 19-Krise psychisch gesund zu bewältigen. Durch groß angelegte Online-Befragungen zu mehreren Messzeitpunkten im Verlauf der Pandemie wird untersucht, inwiefern eine sichere Bindung, die verschiedenen Aspekte des Kohärenzgefühls, emotionsregulatorische Fähigkeiten und weitere gesundheitsfördernde Verhaltensweisen Menschen bei der Bewältigung mit den mit der aktuellen Pandemie verbundenen Herausforderungen unterstützen.

http://www.hs-doepfer.de/fuehrungswechsel-forschungszentrum