Politik auf dem Campus: Staatsminister Peter Beuth besucht Hochschule Fresenius

Hochschule Fresenius

Der hessische Staatsminister des Innern und für Sport, Peter Beuth (CDU), und der hochschulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, der Abgeordnete Andreas Hofmeister, haben am 12. August die Hochschule Fresenius besucht. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Vertretern der Hochschulleitung am Campus in Idstein standen hochschulpolitische Themen, Fragen zur digitalen Lehre in Corona-Zeiten, zu neuen Studiengängen und Forschungsprojekten wie auch zu Förderungsmöglichkeiten. 

Minister Peter Beuth betonte, die Hochschule Fresenius sei „eine feste Institution und Bereicherung in der hessischen Hochschullandschaft“. Er hob besonders das vielfältige Bildungsangebot für verschiedene Zielgruppen und die regionale Bedeutung der Hochschule hervor, die allein in Hessen an gleich drei Standorten in Frankfurt, Idstein und Wiesbaden mit insgesamt 3.750 Studierenden vertreten ist. „Es ist enorm wichtig, Kompetenzen für den Arbeitsmarkt auszubilden“, sagte er. Diesbezüglich sei der Ansatz der Hochschule Fresenius vorbildlich.

Sowohl der Minister als auch MdL Andreas Hofmeister waren sehr interessiert daran zu erfahren, wie die Hochschule Fresenius die Corona-Krise im Sommersemester gemeistert hat. „Wir haben innerhalb weniger Tage den kompletten Lehrbetrieb digitalisiert“, berichtete Prof. Dr. Ekkehart Baumgartner, Vizepräsident für Studium und Lehre. „Unsere Studierenden haben kein Semester verloren, sie konnten alle Kurse absolvieren und alle Prüfungen ablegen.“

Auf besonderes Interesse beim Innenminister stießen der neue Master-Studiengang „Krisen- und Notfallmanagement“ sowie das Bachelor-Studium „Analytische und digitale Forensik“, die beide erstmals zum Wintersemester in Idstein starten. In diesem Zusammenhang ließ er sich auch über das Forschungsprojekt SYSTEM in Kooperation mit dem Bundeskriminalamt unterrichten. Dabei geht es um die Analytik von illegalen Stoffen in Abwasser- und Abfallproben. Minister Peter Beuth wie auch MdL Andreas Hofmeister zeigten sich beeindruckt von der Innovationskraft in Lehre und Forschung: „Es ist wirklich bemerkenswert, dass die Hochschule Fresenius als private Hochschule dieses Leistungsspektrum weitgehend aus eigener Kraft stemmt“, sagte Andreas Hofmeister.

Bislang unterstützt auch das Land Hessen die Hochschule Fresenius im Rahmen des Hochschulpaktes. Die Hochschule erhält in diesem Jahr noch knapp 2,8 Mio. Euro Fördermittel. Im kürzlich verabschiedeten Zukunftsvertrag, dem Nachfolger des Hochschulpakts, werden die privaten Hochschulen ab 2021 allerdings nicht mehr berücksichtigt. „Als Hochschule Fresenius leisten wir einen wichtigen Beitrag zur akademischen Ausbildung dringend benötigter Fachkräfte in Hessen und darüber hinaus“, sagte Geschäftsführer Kai Metzner. So war die Hochschule Fresenius Vorreiterin bei der Akademisierung von Gesundheitsberufen und hält im Sozial- und Gesundheitsbereich an den hessischen Standorten in Frankfurt, Idstein und Wiesbaden ein innovatives und breites Studienangebot vor. Zudem bietet sie ab 2021 als eine der ersten Hochschulen bundesweit ein berufsbegleitendes Studium der Hebammenwissenschaft an. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass das Land Hessen sich im Zukunftsvertrag darauf verpflichtet, gerade diese Bereiche zu fördern und unsere Hochschule davon auszunehmen“, so Metzner weiter.

Auch auf anderen Feldern sehe man eine Benachteiligung privater Hochschulen, so etwa bei der Prüfung des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte oder für ausländische Studierende. Die meisten anderen Bundesländer hätten diese Kompetenzen an die privaten Hochschulen übertragen. „Als Hochschule, die seit vielen Jahren durch den Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert ist und über die Qualitätssicherung einer Systemakkreditierung verfügt, sehen wir uns bestens gerüstet, diese Prüfungen transparent nach überprüfbaren Kriterien selbst durchzuführen“, sagte Geschäftsführer Kai Metzner. Dies sei auch ein wichtiger Wettbewerbsfaktor im Vergleich zu staatlich anerkannten Hochschulen in anderen Bundesländern.

MdL Andreas Hofmeister versprach, diese Themen in den Blick zu nehmen und sich auf ministerieller Ebene nochmals zu den konkreten Förderkriterien im Rahmen des Zukunftsvertrags zu erkundigen sowie die Informationen zu den Studienangeboten Soziale Arbeit, Heilpädagogik und Hebammenwissenschaft weiterzugeben.

Über die Hochschule Fresenius
Die Hochschule Fresenius mit ihren Standorten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Idstein, Köln, München und Wiesbaden sowie dem Studienzentrum in New York gehört mit knapp 15.000 Studierenden zu den größten und renommiertesten privaten Hochschulen in Deutschland. Sie blickt auf eine mehr als 170-jährige Tradition zurück. 1848 gründete Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden das „Chemische Laboratorium Fresenius“, das sich von Beginn an sowohl der Laborpraxis als auch der Ausbildung widmete. Seit 1971 ist die Hochschule staatlich anerkannt. Sie verfügt über ein sehr breites, vielfältiges Fächerangebot und bietet in den Fachbereichen Chemie & Biologie, Design, Gesundheit & Soziales, onlineplus sowie Wirtschaft & Medien Bachelor- und Masterprogramme in Vollzeit sowie berufsbegleitende und ausbildungsintegrierende Studiengänge und Fernstudiengänge an. Die Hochschule Fresenius ist vom Wissenschaftsrat institutionell akkreditiert. Bei der Erstakkreditierung 2010 wurden insbesondere ihr „breites und innovatives Angebot an Bachelor- und Master-Studiengängen“, „ihre Internationalität“ sowie ihr „überzeugend gestalteter Praxisbezug“ vom Wissenschaftsrat gewürdigt.