Zwei SRH-Studierende auf dem Weg nach Tokio

SRH Hochschule Heidelberg

Justus Weigand und Paul-Philipp Kaufmann vom Olympiastützpunkt Heidelberg sind im Hockey-Kader der deutschen Mannschaft in Tokio dabei. Während sie heute ihre sportliche Karriere voll ausleben, arbeiten sie im Studium auf ihre langfristige Karriere hin. 

Studium und Spitzensport – es ist immer ein Spagat, und zugleich pushen sich diese unterschiedlichen Herausforderungen stets gegenseitig. Der BWL-Student Justus Weigand und Paul-Philipp Kaufmann, der an der SRH Hochschule Heidelberg Immobilien- und Facility Management studiert, wissen dies aus eigener Erfahrung. Nun fahren die beiden talentierten Hockeyspieler als P-Akkreditierte und Abgesandte des Olympiastützpunktes Rhein-Neckar zur Olympiade nach Tokio.

Am 24. Juli steigt das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft. „Meine Teilnahme bei den olympischen Spielen ist ein absolutes Highlight in meiner sportlichen Karriere“, freut sich Justus Weigand über seine Einladung nach Tokio – auch wenn er als P-Akkreditierter nur auf Abruf nominiert wurde. Sein Alltag zwischen Trainieren und Studieren, zwischen Sport und BWL ist herausfordernd. „Aktuell hat der Sport natürlich Vorrang, aber es ist mir wichtig, beides unter einen Hut zu bringen“, sagt der 21-Jährige. Das Studienmodell CORE (Competence Oriented Research and Education) kommt ihm dabei zu Gute: Es gliedert das Studium in Fünf-Wochen-Blöcke. So verliert er nicht gleich ein ganzes Semester, wenn er aufgrund von Länderspielen oder Trainingseinheiten etwas verpasst, sondern kann sein Studium flexibel einteilen. Teamfähigkeit, Ehrgeiz, Problemlösefähigkeit und Durchhaltevermögen – all dies sind Kompetenzen, die sowohl Studierende als auch Sportler im hochschuleigenen Studienmodell stets gut trainieren und lebenslang einsetzen können.

Weigands Teamkollege Paul-Philipp Kaufmann studiert an der Fakultät nebenan. Der Mittelfeldspieler des TSV Mannheim schätzt die Verknüpfung von Theorie und Praxis in diesem Fach: „Für mich ist das der perfekte Weg, um mich auch auf die Zeit nach meiner sportlichen Karriere vorzubereiten.“ Um Sport und Studium unter einen Hut zu bringen, stellt die Hochschule den Spitzensportlern Mentoren, die sie bei der Studienplanung unterstützen. So weiß auch Prof. Dr. Christian Meysenburg, der Kaufmann begleitet: „Sich durchbeißen zu können hilft überall, auch im Studium. Umgekehrt werden im Berufsleben die sportlichen Erfahrungen für viele Vorteile sorgen.“ 

Bei der Europameisterschaft räumten Kaufmann und Weigand mit dem Nationalkader bereits den Vize-Titel ab. Nun drücken alle Kommilitonen und Lehrenden den Hockeyspielern die Daumen für die Spiele in Japan.